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50 Jahre Männerriege Weisslingen, von 1954 bis 2004Gedanken zum 50 jährigen Bestehen
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| Max Schärli | Weisslingen | |
| Walter Jucker | Weisslingen | |
| Heinrich Winkler | Weisslingen | |
| Karl Hardmeier jun. | Weisslingen | |
| Rudolf Schenkel | Theilingen | |
| Franz Bonelli | Weisslingen | |
| Rudolf Müller | Weisslingen | |
| Alfred Lätsch | Weisslingen | |
| Walter Naef | Weisslingen | |
| Edwin Keller | Berg Weisslingen | |
| Fritz Auer | Theilingen | |
| Fritz Dubach jun. | Klupf Weisslingen | |
| Hermann Frei | Berg Weisslingen | |
| Heinrich Bachmann | Oberhof Weisslingen | |
| Ernst Keller | „Freihof“ Weisslingen |
In den provisorischen Statuten wurde unter anderem festgelegt, dass der Monatsbeitrag 50 Rappen betragen soll.
Bereits damals wurde festgelegt, dass die Turnstunden wöchentlich einmal und zwar am Mittwoch abgehalten werden sollen.
Als erster Präsident der Männerriege wurde einstimmig Heinrich Winkler gewählt. Ebenfalls ein einstimmiges Resultat erzielten Walter Jucker als Riegenleiter und Rudolf Schenkel als Kassier und Aktuar.
Ja liebe Männerriegler, zwei dieser aktiven Gründungsmitglieder, Rudolf Müller und Walter Jucker sind immer noch in der Männerriege.
Ruedi Müller ist heute sogar unter uns, während mir Walter Jucker die besten Grüsse ausrichtete, aber aus gesundheitlichen Gründen nicht unter uns sein kann.
Bereits an der ersten Generalversammlung konnte der Versammlung ein Gewinn in der Männerriegenkasse von 22.00 Franken ausgewiesen werden.
In den folgenden Jahren blieb die Männerriege aber nicht von Turbulenzen verschont. So musste bereits im Juni 1955 eine ausserordentliche Generalversammlung einberufen werden. Traktanden waren das in-Ordnung bringen der Finanzen und Führung der Turnstunden. Ein Antrag auf Erhöhung des Monatsbeitrages auf 70 Rappen wurde denn auch nach vielen Voten zugestimmt, mit der Bedingung, dass damit jeweils auch das Duschen nach dem Turnen bezahlt werden kann. Mehr zu reden gaben aber die beiden neu gegründeten Korbballmannschaften. Viele befürchteten, dass die Freiübungen und das Turnen wegen dem Training der Korbballmannschaften zu kurz kommt. Der Präsident konnte aber die Wogen, wenn überhaupt von Wogen gesprochen werden konnte, glätten und der Versammlung versprechen, dass das Turnen und die Freiübungen nicht durch eine Spielstunde ersetzt werden.
Ich weiss nun nicht, ob dieser Dämpfer die Euphorie der Korbballmannschaften schwächte oder ob sich bei der ersten Teilnahme an einem Wettkampf die Unerfahrenheit der Mannschaften zeigte. Jedenfalls gingen alle Wettkämpfe verloren. Weisslingen I mit einem Torverhältnis von 17:83. Etwas besser Weisslingen II mit 7:72. Einzig der Match Weisslingen I gegen Weisslingen II endete unentschieden.
An der Generalversammlung im Jahre 1958 mahnte der Präsident die Turner die Turnstunden fleissiger besuchen zu kommen. Der Kassier präsentierte den damaligen Teilnehmern ein Vermögen von Franken 59.25.
Am 28. Februar 1965 war ganz Wislig auf den Skiern. Der erste Wisliger Skitag mit einem Riesenslalom lockte an den bestens präparierten Hang. Ein grosser Erfolg mit 104 Teilnehmenden.
Im selben Jahr, am 28. August 1965 wartete die junge Riege mit einem weiteren Highlight auf. Männerriegler zusammen mit ihren Frauen bestiegen in Kloten eine Metropolitan der Swissair und liessen sich, bei schönstem Wetter, zum Matterhorn fliegen. Als Dessert zog der Pilot vor der Landung eine Schlaufe und gewährte den 44 Teilnehmenden einen grandiosen Blick auf Weisslingen. Ich weiss nicht, ob dies heute noch goutiert würde.
Am 13. November 1965 tat die Männerriege einen ersten Blick zurück. An einem Film und Fotoabend wurden Erinnerungen über die ersten 10 Jahre gezeigt. Leider leider konnte ich nicht herausfinden, wo sich diese Bilder und Filme befinden.
Das leidige Thema der Finanzen beschäftigte die Männerriege an der Generalversammlung vom 21. Januar 1966 einmal mehr. Nach hitzigsten Diskussionen stimmte die Versammlung dem Antrag des Kassiers zu und erhöhte den Monatsbeitrag von 70 Rappen auf einen Franken. Edi Schlotterbeck ein entschiedener Gegner zahlte den Betrag gleich ein und erklärte, dass er nun nie mehr ein Gejammer hören wolle.
Am 4. Mai 1974 besammelten sich 29 Männerriegler in der Abflughalle am Flughafen Zürich- Kloten. Nach dem Austausch der letzten Reisetipps, dem Tausch von harten Franken in Forint und der letzten Stärkung in der By-By-Bar bestiegen die Männerriegler eine Super- Caravelle der SATA. Pünktlich um 9 Uhr fegte das Flugzeug über die Startpiste und brachte die Männerrielger nach Budapest. Während zwei Tagen genossen die wackeren Turner das Leben in der fremden Stadt bei Folklore, gutem Essen, Trinken und und und .... Es steht dann nur noch EGESZSEGERE
Mit 236 Teilnehmenden am Skitag, und dies trotz schlechtem Wetter, eröffnete die Männerriege das Festjahr 1977.
Ich hab's eben erwähnt, Weisslingen wurde im Sommer 1977 vom Festfieber gepackt, die erste Wisliger Dorfete ging über die Bühne. Alles was kreucht und fleucht war auf den Beinen. Weisslingen feierte eine Nacht lang unterm Sternenhimmel, in Gartenlauben, Bierzelten und Garagen. Attraktionen für Kinder und Erwachsene liessen es zu einem richtigen Volksfest werden. Klar, dass auch die Männerriege mit einem Grossaufgebot vertreten war, sei es im Komitee, Subkomitees oder einfach als einer der vielen Helfer. Aber auch eine Show mit den schönten zwölf Männerrieglern wurde den staunenden Zuschauern geboten.
Ein besonderes Ereignis und auch Grund für das Dorffest war aber der Bezug der neuen Turnhalle und des Hallenbades. Wurden doch ab diesem Datum mach Schweisstropfen in der Halle oder im Hallenbad verloren.
Ja und trotz der neuen Halle musste der Präsi in seinem Jahresbericht feststellen, dass der Turnbesuch abgenommen hat.
Ungewöhnlich lange Kälte liess im Winter den Brauiweiher wieder einmal richtig durchfrieren. Ein schönes schwarzes Eis lockte auf dem Brauiweiher. So gedeihte bei mir der Gedanke an einen Wettkampf „Dä schnellscht Wisliger Schliifschuh“. Mit der tatkräftigen Unterstützung von Walti Denzler organisierten wir in nur einer Woche einen absoluten Knüller. Ein Riesenandrang auf dem Brauiweiher belohnte unsere Mühe. Die „Grilleuren“, die „Risottoköche“ und die Getränkemannschaften waren ständig belagert. In nur 4 Stunden verkauften wir mehr Würste als jeweils während dem ganzen Gerümpelturnier. Ein Riesenerfolg mit einem kräftigen Zustupf in unsere Vereinskasse.
Die 40 Jahrfeier unserer Männerriege führte ins Zillertal. Eine Reise bei absolut Topverhältnissen belohnte die Biker und die Wanderer. Ein Gipfelerlebnis der besonderen Art, hatte doch der einte oder andere etwas den Bammel während er die letzten Höhenmeter erklomm. Ein schönes Hotel bot Quartier und auch am Abend konnte in der einten oder anderen Beiz das Tanzbein geschwungen werden. Auf der Rückfahrt bildete die eindrückliche Besichtigung der Bergbau-Stollenanlage in Schwaz einen würdigen Abschluss.
Nicht mehr ungewöhnliche Kälte aber viel Schnee brachte mich im Winter auf die Idee eines Schlittelwettkampfes. Natürlich wieder mit der Hilfe von Werni Denzler organisierten wir „dä schnellscht Wisliger Schlittler“. Die Bertastrasse wurde am Samstag präpariert und am Sonntag kämpften die vielen Schlittler um die Wette. Die Küche sorgte für das leibliche Wohl. Auch dieser Anlass ein toller Erfolg der Männerriege.
Ich hoffe, dass wir für unsere Jubiläumsreise ins Lechtal das Wetterglück auf unserer Seite haben und die Reise ebenfalls ein Erfolg wird und alle den Plausch haben.
Ja und jetzt, hoffen wir natürlich, dass die Männerriege auch die nächsten 50 Jahre übersteht und dann zumal ebenso gefeiert werden kann.
Weisslingen, 07. Juli 2004
Euer Präsident
Peter Forster
02/2006 udebrunner |